Melissa McBride
2 Titel
- Bereich
- Schauspieler
- Abteilung
- Acting
- Geboren
- 1965-05-23
- Geburtsort
- Lexington, Kentucky, USA
Melissa Suzanne McBride (geboren am 23. Mai 1965 in Lexington, Kentucky) ist eine US-amerikanische Schauspielerin und ehemalige Casting-Direktorin. Nach TV-Arbeiten in den 1990ern und einem Jahrzehnt hinter der Kamera wurde sie ab 2010 mit der Rolle der Carol Peletier zu einer der meistgelobten Seriendarstellerinnen ihrer Generation.
Frühe Jahre und erste Karriere
McBride stammt aus Lexington, Kentucky; ihre Mutter hatte am traditionsreichen Pasadena Playhouse studiert, ihr Vater führte ein eigenes Unternehmen. Mitte der 1980er zog sie nach Atlanta, wo sie bis heute lebt. Ab 1991 arbeitete sie in Werbespots (unter anderem als Ford-Sprecherin), ihr Seriendebüt gab sie 1993 in Matlock. Es folgten Gastrollen in In the Heat of the Night, American Gothic, Profiler, Walker, Texas Ranger und Dawson's Creek, dort 1998 als Cinephile Nina, 2003 kehrte sie im Serienfinale in anderer Rolle zurück, sowie TV-Filme wie Pirates of Silicon Valley (1999).
Ab 2000 wechselte sie weitgehend hinter die Kamera und arbeitete ein Jahrzehnt als Film- und Werbe-Casting-Direktorin in Atlanta. Frank Darabont holte sie 2007 für The Mist zurück vor die Kamera: Ihre kleine Rolle als Mutter, die allein in den Nebel hinausgeht, um ihre Kinder zu erreichen, war für eine größere Rolle im Gespräch, McBride wollte ihren Casting-Job aber nicht so lange ruhen lassen.
The Walking Dead (2010 bis 2022)
Drei Jahre später besetzte Darabont sie erneut, diesmal ohne Vorsprechen: Carol Peletier, die misshandelte Ehefrau mit der kleinen Tochter Sophia. McBride hielt das Engagement für eine Kurzrolle, in Staffel 1 war sie nur wiederkehrende Darstellerin. Tatsächlich sollte Carol in der Episode „Killer Within“ (Staffel 3) sterben, die Produzenten änderten den Plan. Ab Staffel 4 stand ihr Name im Vorspann, ab 2020 an zweiter Stelle der Besetzungsliste.
Die Produzenten betonten früh, wie weit sich die Serien-Carol von der Comic-Carol entfernt hat: Im Comic ist die Figur jünger, labil und stirbt früh; die Fernsehversion sei „eine völlig eigenständige Schöpfung“, so Scott Gimple und Robert Kirkman, maßgeblich geformt durch McBrides Spiel.
Spin-off: Abschied und Rückkehr
Das nach dem Serienende geplante gemeinsame Spin-off mit Norman Reedus verließ McBride 2022 vor Drehbeginn, der Umzug der Produktion nach Europa war für sie nach AMC-Angaben „logistisch nicht machbar“. Die Serie startete 2023 als Daryl Dixon ohne sie, doch schon im Finale der ersten Staffel kehrte Carol als Gaststar zurück; die zweite Staffel (2024) trägt den Untertitel The Book of Carol und führt McBride als Hauptdarstellerin und ausführende Produzentin.
Gastrollen & weitere Auftritte
Fernsehauftritte (komplett)
Alle Serien-Engagements laut TMDB, inklusive Gastauftritten und Sprechrollen; Talk- und Bühnenauftritte ausgenommen.
- Matlock (1986) – Darlene Kellogg / Waitress, 1 Episode
- Walker, Texas Ranger (1993) – Dr. Rachel Woods, 2 Episoden
- A Season in Purgatory (1996) – Mary Pat Bradley, 2 Episoden
- Profiler (1996) – Walker Young, 1 Episode
- The Walking Dead (2010) – Carol Peletier, 177 Episoden
- Fear the Walking Dead (2015) – Carol Peletier, 1 Episode
- The Walking Dead: Origins (2021) – Carol Peletier, 1 Episode
- The Walking Dead: Daryl Dixon (2023) – Carol Peletier (voice), 1 Episode
- The Walking Dead: Daryl Dixon (2023) – Carol Peletier, 14 Episoden
Deutsche Synchronstimmen
Quelle: Deutsche Synchronkartei.
Lebensstationen
Trivia
- 1996 spielte sie im Musikvideo zu „It's All in Your Head“ von Diamond Rio an der Seite von Martin Sheen.
- Als Casting-Direktorin betreute sie zwischen 2006 und 2010 mehrere Independent-Produktionen.
- Carols Tarnung als harmlose Hausfrau in Alexandria wurde zum wiederkehrenden Motiv und Fan-Liebling.
- Sie und Norman Reedus sind die einzigen Darsteller, die in allen elf Staffeln auftreten.
Quellen
- Portrait: TVmaze (CC BY-SA / Hotlink gestattet)
- Wikipedia (EN/DE): Melissa McBride, Inhalte unter CC BY-SA
- IMDb und TMDB: Filmografie
- AMC-Pressematerial, Saturn-Awards-Archiv