
Highschool-Schülerin, deren Mutter Maureen ein Jahr zuvor ermordet wurde. Das Final Girl des Films und der gesamten Reihe.
Scream - Schrei! ist Wes Cravens Meta-Slasher von 1996, geschrieben von Kevin Williamson. Der Film verbindet klassischen Messer-Horror mit Figuren, die die Regeln des Slasher-Genres selbst kennen und zitieren - und etablierte mit dieser Selbst-Reflexivität einen neuen Standard für das gesamte Genre der 90er und 2000er. Dieser Eintrag bezieht sich auf den ersten Scream-Film (1996). Die Sequels (Scream 2 bis Scream VI) haben eigene Wiki-Einträge. Ein Jahr nach dem brutalen Mord an Maureen Prescott in der kalifornischen Kleinstadt Woodsboro beginnt eine neue Mordserie. Ein maskierter Killer, bekannt als Ghostface , ruft Highschool-Schüler:innen an, stellt ihnen Trivia-Fragen zu Horrorfilmen und tötet sie. Im Zentrum steht Sidney Prescott , deren Mutter das erste Opfer war. Die Mordserie kulminiert in einer ausufernden Party im Haus von Stu Macher - und in der Enthüllung der wahren Identität(en) hinter der Maske. Meta-Horror Ghostface-Telefon Whodunit-Struktur Final Girl 2.0 Scream spielt überwiegend in Woodsboro , einer kalifornischen Kleinstadt mit Highschool, Local-Hangout und Video-Laden. Die Atmosphäre ist bewusst spießig und idyllisch - und kontrastiert mit den brutalen Morden, die das Mythos einer sicheren Vorstadt zerstören. Gedreht wurde tatsächlich in Santa Rosa und Healdsburg in Sonoma County, Kalifornien. …
David Arquette
Dewey Riley
Neve Campbell
Sidney Prescott
Courteney Cox
Gale Weathers
Matthew Lillard
Stu Macher
Rose McGowan
Tatum Riley
Skeet Ulrich
Billy Loomis
Jamie Kennedy
Randy Meeks
W. Earl Brown
Kenny Brown
Joseph Whipp
Sheriff Burke
Liev Schreiber
Cotton Weary
Drew Barrymore
Casey Becker
Roger L. Jackson
'The Voice' (voice)
Kevin Patrick Walls
Steven Orth
David Booth
Casey's Father
Carla Hatley
Casey's Mother
Lawrence Hecht
Neil Prescott
C.W. Morgan
Hank Loomis
Frances Lee McCain
Mrs. Riley
Ryan Kennedy
Expelled Teen #2
Leonora Scelfo
Cheerleader in Bathroom
Nancy Anne Ridder
Girl in Bathroom
Lisa Canning
Reporter with Mask
Scream - Schrei! ist Wes Cravens Meta-Slasher von 1996, geschrieben von Kevin Williamson. Der Film verbindet klassischen Messer-Horror mit Figuren, die die Regeln des Slasher-Genres selbst kennen und zitieren - und etablierte mit dieser Selbst-Reflexivität einen neuen Standard für das gesamte Genre der 90er und 2000er.
Dieser Eintrag bezieht sich auf den ersten Scream-Film (1996). Die Sequels (Scream 2 bis Scream VI) haben eigene Wiki-Einträge.
„Movies don't create psychos. Movies make psychos more creative.“
- Billy Loomis
Ein Jahr nach dem brutalen Mord an Maureen Prescott in der kalifornischen Kleinstadt Woodsboro beginnt eine neue Mordserie. Ein maskierter Killer, bekannt als Ghostface, ruft Highschool-Schüler:innen an, stellt ihnen Trivia-Fragen zu Horrorfilmen und tötet sie.
Im Zentrum steht Sidney Prescott, deren Mutter das erste Opfer war. Die Mordserie kulminiert in einer ausufernden Party im Haus von Stu Macher - und in der Enthüllung der wahren Identität(en) hinter der Maske.
Scream spielt überwiegend in Woodsboro, einer kalifornischen Kleinstadt mit Highschool, Local-Hangout und Video-Laden. Die Atmosphäre ist bewusst spießig und idyllisch - und kontrastiert mit den brutalen Morden, die das Mythos einer sicheren Vorstadt zerstören. Gedreht wurde tatsächlich in Santa Rosa und Healdsburg in Sonoma County, Kalifornien.
Randy Meeks formuliert in der Mitte des Films die Slasher-Regeln, die der Film sowohl befolgt als auch bricht:
Diese Regeln werden im Film direkt zitiert - und es ist Teil des Witzes, dass die Figuren sich daran zu halten versuchen, aber an eigener Naivität, am Alkohol oder an der schieren Brutalität von Ghostface scheitern.
Die ikonische weiße Geistermaske mit dem schreienden Mund (inspiriert von Edvard Munchs Der Schrei) ist tatsächlich eine kommerziell erhältliche Halloween-Maske namens Ghost Face, hergestellt von Fun World. Produzentin Marianne Maddalena entdeckte sie 1995 zufällig bei einem Hausbesichtigungs-Termin. Die Maske ist absichtlich generisch gehalten - sie funktioniert dramatisch, weil jeder darin stecken kann. Bis heute zählt sie zu den meistverkauften Halloween-Kostümen weltweit.
Spoilerwarnung: Dieser Abschnitt enthält die komplette Handlung inklusive Auflösung. Wer den Film noch sehen möchte, sollte überspringen.
An einem Abend in der Kleinstadt Woodsboro telefoniert die 17-jährige Highschool-Schülerin Casey Becker (Drew Barrymore) mit einer fremden Stimme. Was als Flirt beginnt, wird zum Drohanruf: Der Fremde kennt Caseys Namen, sieht sie offenbar im Haus und stellt ihr ein Trivia-Spiel zu Horrorfilmen. Bei einer falschen Antwort über „Friday the 13th“ wird Caseys Freund Steve Orth getötet, vor ihren Augen an einen Gartenstuhl gefesselt mit ausgeweideten Eingeweiden präsentiert. Casey versucht zu fliehen, wird von Ghostface aufgespießt und an einem Baum vor ihrem Elternhaus aufgehängt - entdeckt von den heimkehrenden Eltern. Die Eröffnung dauert zwölf Minuten und etabliert ohne Vorrede die Brutalität des Films.
Am nächsten Tag ist die Kleinstadt im Schockzustand. Sidney Prescott (Neve Campbell), deren Mutter Maureen ein Jahr zuvor ebenfalls ermordet wurde, gerät in den Fokus. Der für den Mord an Maureen verurteilte Cotton Weary sitzt im Todestrakt - Sidneys Aussage hatte ihn dort hingebracht. Die ehrgeizige Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox), die ein Buch über Maureens Mord geschrieben hat, behauptet, Cotton sei unschuldig.
An diesem Abend wird Sidney selbst von Ghostface in ihrem Haus angegriffen. Ihr Freund Billy Loomis (Skeet Ulrich) taucht kurz darauf am Tatort auf und lässt versehentlich sein Handy fallen - Sidney glaubt, er war der Anrufer, und er wird kurzzeitig verhaftet, aber wegen fehlender Beweise wieder freigelassen. Sidneys Vater Neil ist auf einer Geschäftsreise nicht erreichbar.
Die Highschool wird aufgrund der Mordserie geschlossen, die Schüler:innen feiern. Im verlassenen Schulgebäude wird Direktor Arthur Himbry (Henry Winkler) im leeren Schulgebäude überrascht und ermordet, während er sich vor dem Spiegel selbst mit einer Ghostface-Maske Drohgebärden vorführt. Sein Tod wird erst spät entdeckt.
Sidneys Freund Stu Macher (Matthew Lillard) organisiert eine Party in seinem abgelegenen Elternhaus. Randy Meeks (Jamie Kennedy), Video-Laden-Angestellter, erklärt allen die „Regeln“ eines Slasher-Films, während im Wohnzimmer Halloween auf einem Fernseher läuft.
Sidney und Billy ziehen sich nach oben zurück und schlafen miteinander. Kurz darauf erscheint Ghostface im Raum und tötet Billy scheinbar - aber das Blut ist nur Sirup, ein Trick. Sidney flieht in Panik.
Tatum, Sidneys beste Freundin und Stu's Freundin, geht in die Garage, um Bier zu holen. Ghostface attackiert sie. Beim Fluchtversuch durch eine Katzenklappe im hochfahrenden Garagentor bleibt Tatum mit dem Kopf stecken und stirbt durch das Tor.
Gale Weathers' Kameramann Kenny Brown, der im Sender-Van auf der Auffahrt parkt, wird ebenfalls von Ghostface attackiert - die Kehle durchschnitten. Gale flieht zu Fuß durch den Wald, baut den Sender-Van zu Schrott und bleibt bewusstlos liegen.
Sidney sucht in der Küche Schutz und entdeckt das wahre Gesicht hinter der Maske: Es sind Billy und Stu, ihre engsten Vertrauten. Sie haben den Plan gemeinsam ausgeführt und sich gegenseitig Alibis verschafft. Billy gesteht Sidney das Motiv: Maureen Prescott hatte vor Jahren eine Affäre mit Billys Vater Hank, was Billys Mutter zum Verlassen der Familie trieb. Billy gibt Maureen die Schuld, und der gesamte Plan inklusive der falschen Verurteilung von Cotton Weary war Rache.
Billy und Stu verletzen sich selbst leicht, um es nach Notwehr aussehen zu lassen - ihr Plan: Sidneys verschwundenen Vater Neil als „Täter“ präsentieren, den sie im Keller gefangen halten. Doch der Plan scheitert: Sidney wendet ihre eigenen Methoden gegen die beiden, simuliert einen Telefonanruf als Ghostface, schlägt Stu mit einem Fernseher bewusstlos und erschießt Billy schließlich, als er sich nach einem letzten Filmzitat aufrichtet („Sequels suck“). Gale Weathers, die wieder zu sich gekommen ist, trifft am Tatort ein. Der überlebende Deputy Dewey wird schwer verletzt, aber lebend ins Krankenhaus gebracht.
Scream wurde zum Auftakt eines Franchises mit aktuell sechs Hauptfilmen. Wes Craven inszenierte die ersten vier; nach seinem Tod 2015 übernahmen Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett (Radio Silence) ab Teil 5. Jeder Film hat eine eigene Wiki-Seite mit Detail-Inhalt - hier nur Übersicht ohne Spoiler.
1996Wes Craven · 111 Min.
Der Film, um den dieser Eintrag geht. Dies ist die aktuelle Wiki-Seite.
1997Wes Craven · 120 Min.
Zwei Jahre später ist Sidney am College, ein Film basiert auf den Woodsboro-Morden - und eine neue Mordserie beginnt. Eigener Wiki-Eintrag folgt.
2000Wes Craven · 116 Min.
Setting verschiebt sich nach Hollywood, auf das Set eines Films-im-Film. Schließt die ursprünglich geplante Trilogie ab. Eigener Wiki-Eintrag folgt.
2011Wes Craven · 111 Min.
Elf Jahre nach Scream 3 und Wes Cravens letzte Regiearbeit. Neue Generation Teenager, Originale kehren zurück. Eigener Wiki-Eintrag folgt.
2022Bettinelli-Olpin/Gillett · 114 Min.
25 Jahre nach dem Original. Erster Scream-Film nach Wes Cravens Tod. Neue Hauptfiguren-Generation neben den Klassikern. Eigener Wiki-Eintrag folgt.
2023Bettinelli-Olpin/Gillett · 122 Min.
Erstmals verlässt das Franchise Woodsboro und spielt in New York City. Kommerziell der erfolgreichste Scream-Film. Eigener Wiki-Eintrag folgt.

Highschool-Schülerin, deren Mutter Maureen ein Jahr zuvor ermordet wurde. Das Final Girl des Films und der gesamten Reihe.

Sidneys Freund. Filmfan, sensibel und attraktiv inszeniert - eine bewusste Casting-Entscheidung mit Johnny-Depp-artigem Charme.

Sidneys beste Freundin und Schwester von Deputy Dewey. Schlagfertig und selbstbewusst, verteidigt Sidney gegen Klatsch und Gerüchte.

Junger Sheriff-Deputy in Woodsboro, Tatums Bruder. Naiv, gutmütig und etwas ungeschickt - bringt komische Erleichterung in die Spannung.

Ehrgeizige Reporterin, deren Buch über den Mord an Sidneys Mutter Sidney belastet. Wittert in der neuen Mordserie die Story ihres Lebens.

Video-Laden-Angestellter und Horror-Nerd. Erklärt den anderen Figuren die „Regeln“ des Slasher-Genres - und damit auch dem Publikum.

Tatums Freund, lautstark und exzentrisch - organisiert die folgenschwere Party in seinem abgelegenen Elternhaus.

Highschool-Schülerin, deren Anruf den Film eröffnet. Die berühmteste Eröffnungssequenz des modernen Slashers.
Kevin Williamson schrieb das Drehbuch - damals noch unter dem Arbeitstitel Scary Movie - binnen weniger Tage 1995, inspiriert von einer realen Mordserie: dem Gainesville Ripper Danny Rolling, der 1990 in Florida fünf Studenten getötet hatte. Williamson las nachts in seinem leer stehenden Apartment in Palm Springs einen Artikel darüber, hörte ein verdächtiges Geräusch und kam auf die Idee zu einer Eröffnungsszene mit einem Anruf. Das fertige Drehbuch zog Bidding-Wars zwischen mehreren Studios an, bis Dimension Films (Tochter von Miramax/Weinstein) für 400.000 USD den Zuschlag erhielt - einer der höchsten Drehbuch-Käufe für ein Spec-Script der frühen 90er.
Die ursprüngliche Idee war, dass Drew Barrymore Sidney spielt. Barrymore selbst schlug vor, sie solle stattdessen die Eröffnungsszene als prominentes „Cameo“ spielen und früh sterben - um die Erwartungen des Publikums zu unterlaufen. Neve Campbell übernahm Sidney, war zur Drehzeit 22 Jahre alt. Skeet Ulrich wurde wegen seiner Ähnlichkeit zu Johnny Depp gecastet - Craven wollte einen Charme, der mit der Bedrohung im Kontrast steht. Henry Winkler nahm die Rolle des Direktors unter der Bedingung, dass „Fonzie“ nicht auf dem Plakat steht.
Der Film wurde im Frühjahr 1996 hauptsächlich in Santa Rosa und Healdsburg (Sonoma County, Kalifornien) gedreht. Stu's Party-Haus war ein reales Anwesen am Tomales Bay, das nach Drehende dauerhaft für Scream-Fan-Pilgerfahrten bekannt wurde. Die Highschool-Szenen entstanden in der ehemaligen Sonoma Community Center-Schule, die anschließend wieder als Schule weiterbetrieben wurde. Die Dreharbeiten dauerten ungefähr 50 Tage.
Die ursprüngliche Schnittfassung erhielt von der MPAA eine NC-17-Einstufung wegen der Brutalität in den Mordszenen. Craven musste die Gewalt in mehreren Szenen entschärfen, insbesondere bei Caseys Tod, der ursprünglich detaillierter zeigte, wie sie aufgespießt wird. Auch Tatums Tod im Garagentor wurde gekürzt. Die finale Theatrical-Version erhielt R-Rating, die Director's Cut-Version blieb lange unveröffentlicht.
Craven war 1996 bereits eine Horror-Legende durch A Nightmare on Elm Street (1984) und The Last House on the Left (1972). Scream war für ihn die Chance, sein eigenes Genre zu dekonstruieren und gleichzeitig ernsthaft zu unterhalten. Er bestand auf Kevin Williamsons Drehbuch trotz Studio-Bedenken, dass das Meta-Konzept zu „klug für ein Massenpublikum“ sei. Craven inszenierte die ersten vier Scream-Filme bis zu seinem Tod 2015.
Williamson nutzte für das Drehbuch nicht nur den Gainesville Ripper-Fall, sondern verarbeitete auch eigene Genre-Liebe (Halloween, Friday the 13th, Nightmare on Elm Street). Seine spätere Karriere baute er auf Genre-Subversion: I Know What You Did Last Summer, Dawson's Creek, The Vampire Diaries.
Cravens Entdeckung: Beltrami war ein noch unbekannter Komponist, dessen Scream-Score mit dem ikonischen Streicher-Stinger bei jedem Ghostface-Angriff den Standard für 90er-Slasher-Musik setzte. Sein Score wurde für mehrere Folgefilme und Genre-Werke prägend.
Scream wurde von der Kritik überwiegend positiv aufgenommen. Auf Rotten Tomatoes hält der Film bei 80% Positivbewertungen, bei einem Average-Score von 7.4/10. Auf Metacritic liegt der Film bei 65/100, was „überwiegend positiven“ Bewertungen entspricht. Die IMDb-Userbewertung liegt stabil bei 7.4/10 aus über 350.000 Stimmen.
Roger Ebert gab dem Film 3 von 4 Sternen und lobte: „Craven hat einen Film gemacht, der seine eigenen Konventionen kennt und sich darüber amüsiert, ohne sie zu zerstören.“ Variety nannte den Film „intelligent, mit einem Drehbuch, das alles weiß, was es vorgibt zu wissen.“ Die Los Angeles Times schrieb von „einem Genre-Comeback, das das Slasher-Genre für eine neue Generation rettet“.
Kritisch beurteilt wurde die explizite Brutalität: Janet Maslin (New York Times) bemängelte, der Film „spielt mit seiner eigenen Selbstreflexion, aber lässt die echten Konsequenzen von Gewalt nicht vergessen“. Quentin Tarantino zählte den Film später unter die wichtigsten Horrorfilme der 90er. James Cameron bezeichnete die Eröffnungsszene als „Meisterstück moderner Suspense-Inszenierung“.
Das Publikum reagierte überwiegend begeistert - CinemaScore-Note A- - und der Mundpropaganda-Effekt trug entscheidend zum langfristigen Box-Office-Erfolg bei.
Scream startete am 20. Dezember 1996 in den USA mit moderaten 6,4 Mio. USD Eröffnungswochenende - ein eher unauffälliger Auftakt für einen Horrorfilm zur Weihnachtszeit. Doch durch positive Mundpropaganda und Genre-Kritiker-Bestätigung blieb der Film vier Monate lang in den US-Charts und steigerte sein Wochenendergebnis sogar in der dritten Woche - ein extrem seltenes Phänomen.
Insgesamt spielte Scream weltweit 173 Mio. USD ein bei einem Produktionsbudget von 14–15 Mio. USD. Damit war es:
Der finanzielle Erfolg machte sofort ein Sequel möglich - Scream 2 erschien bereits ein Jahr später, ungewöhnlich schnell. Bis Ende der 2010er hatten die ersten vier Filme zusammen über 600 Mio. USD weltweit eingespielt; das Gesamt-Franchise mit allen sechs Filmen liegt über 900 Mio. USD.
Scream gilt als einer der Filme mit den meisten dokumentierten Nachahmungstaten in den Jahren nach seiner Veröffentlichung. Mehrere Mordfälle wurden in der Presse direkt mit dem Film in Verbindung gebracht:
Diese Fälle führten in mehreren Ländern zu öffentlichen Debatten über Gewalt-Imitation durch Filme und zu kurzzeitigen Verboten oder Altersfreigaben-Verschärfungen der Scream-Filme. Wes Craven äußerte sich später mehrfach zu diesen Fällen und distanzierte sich entschieden von jeder Form der Verklärung - betonte aber gleichzeitig, dass der Film selbst gewalttätige Realität nicht erzeuge, sondern verarbeite.
Der kommerzielle und kritische Erfolg von Scream löste eine massive Welle an Teen-Slashern aus, die das US-Kino der späten 90er prägten:
Bis heute wird Scream als der Film genannt, der das Slasher-Genre vor dem Aussterben rettete - nach den DTV-Sequels von Halloween, Friday the 13th und Nightmare on Elm Street der frühen 90er. Die Genre-Welle hielt bis ca. 2003 an, bevor Torture-Porn (Saw, Hostel) die Vorherrschaft übernahm.
Die offizielle US-Kinofassung, gekürzt um etwa 30 Sekunden an verschiedenen Mord-Sequenzen, um das R-Rating zu sichern. Caseys Tod, Steve Orths Eingeweide-Präsentation und Tatums Garagentor-Sequenz sind in dieser Version weniger explizit.
Die internationale Heimkino-Version, später auch in den USA auf DVD und Blu-ray verfügbar. Enthält die brutaleren Schnitte zurück, vor allem im Cold Open und bei Tatums Tod. Diese Version wurde 2011 im Sammler-Box-Set veröffentlicht.
In Deutschland erhielt die Kinofassung 1997 eine FSK-16-Freigabe, allerdings nur in einer um etwa 90 Sekunden gekürzten Version. Die DVD- und Blu-ray-Veröffentlichungen seit 2008 enthalten die Uncut-Version mit FSK 18. Eine TV-Fassung mit weiteren Kürzungen läuft auf deutschen Free-TV-Sendern.
Ein 1996er Workprint mit alternativen Szenen (etwa einem anderen Ende) zirkuliert in Sammlerkreisen und enthält zusätzliche Dialoge zwischen Sidney und Billy im Schlussakt. Eine vollständige Veröffentlichung wurde nie freigegeben. Für das 4K-Ultra-HD-Release 2022 (zum 25. Jubiläum) wurde der Film neu gemastert; die Bonus-Disc enthält die Workprint-Szenen als Ergänzung.